Sabine Sophia Rogg

Hypnose & Therapie

Suggestionen finden, Ziele definieren

Da jeder Mensch individuell ist, führe ich mit meinen Klienten ein gründliches Vorgespräch durch, in dem Wünsche, Fragen und Ziele geklärt werden.

Unser Gehirn macht keinen Unterschied zwischen aktuellem Erleben und phantasiertem Erleben. Deshalb hilft es enorm, seine Ziele mit allen Sinnen wahr zu nehmen, als wären sie schon erreicht !

Gedanken fliegen lassen



Fragen zur Zielfindung:

Woran wirst Du erkennen, dass Du Dein Ziel erreicht hast?

Formuliere es möglichst in der Gegenwart und beginne den Satz mit "ich..."


Vor einer Hypnosebehandlung empfiehlt es sich, diese Fragen zu beantworten und die Antworten aufzuschreiben.

Daraus lassen sich ganz individuelle Suggestionen für die Behandlung entwickeln. Auch für die Selbsthypnose sind diese effektiv nutzbar.


Warum positive Ziele ?

Das Unterbewusstsein arbeitet bei der Zielfindung ähnlich wie ein Navigationsgerät: wenn wir nur sagen, wo wir nicht hin wollen, wird wenig passieren. Erst wenn die genauen Koordinaten eingegeben sind, kann der Weg gefunden werden.

Also anstatt "ich will nicht mehr so viel wiegen" sagen Sie z.B.: "ich ernähre mich von gesunden Lebensmitteln und esse nur das, was mein Körper wirklich braucht, um gesund und fit zu sein".

Noch ein Beispiel, wie unser Unterbewusstsein und Denken funktioniert: Denken Sie jetzt bitte NICHT an den rosa Elefanten! Auf keinen Fall taucht dieser rosa Elefant hier auf...!

Was passiert, wenn Sie NICHT an den rosa Elefanten denken wollen? Vermutlich taucht er doch wieder auf, stimmt`s?

Wenn ich aber sage, der rosa Elefant läuft in den Urwald und ich konzentriere mich nun auf die grüne Giraffe, die so gerne Fahrrad fährt, entsteht etwas ganz Neues.

Lassen Sie die Bilder und Gefühle entstehen, die Sie in Ihrem Leben haben möchten ! Damit können wir arbeiten.

 





Das weiße Tütchen

Als ich eines Tages traurig durch den Park schlenderte
und mich auf einer Parkbank niederließ,
um über alles nachzudenken was in meinem Leben schief läuft,
setzte sich ein fröhliches kleines Mädchen zu mir.

Sie spürte meine Stimmung und fragte: "Warum bist du so traurig?"

"Ach" sagte ich „ ich habe keine Freude im Leben.
Alle sind gegen mich. Alles läuft schief.
Ich habe kein Glück und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll".

"Hmm", meinte das Mädchen,
„Wo hast du denn dein weißes Tütchen?
Zeig es mir mal. Ich möchte da mal hineinschauen."

"Was für ein weißes Tütchen?" fragte ich sie verwundert.

"Ich habe nur ein schwarzes Tütchen."
Wortlos reichte ich es ihr.
 
Vorsichtig öffnet sie mit ihren zarten kleinen Fingern den Verschluss und
sah in mein schwarzes Tütchen hinein.
Ich bemerkte, wie sie erschrak.

"Es ist ja voller Alpträume, voller Unglück und voller schlimmer Erlebnisse!"

"Was soll ich machen? Es ist eben so. Daran kann ich doch nichts ändern."

"Hier nimm," 
meinte das Mädchen und reichte mir ein weißes Tütchen.
 
"Sieh hinein!"

Mit etwas zitternden Händen öffnete ich das weiße Tütchen und konnte sehen,
dass es voll war mit Erinnerungen an schöne Momente des Lebens.
Und das, obwohl das Mädchen noch jung an Menschenjahren war.

Wo ist dein schwarzes Tütchen?" fragte ich neugierig.

"Das werfe ich jede Woche in den Müll und kümmere mich nicht weiter darum",
sagte sie.

"Für mich ist es wichtig, mein weißes Tütchen im Laufe des Lebens voll zu bekommen.
Da stopfe ich so viel wie möglich hinein.

Und immer wenn ich Lust dazu habe oder ich beginne traurig zu werden,
dann öffne ich mein weißes Tütchen und schaue hinein.
Dann geht es mir sofort besser."

Noch während ich verwundert über ihre Worte nachdachte,
gab sie mir einen Kuss auf die Wange und war verschwunden.

Neben mir auf der Bank lag ein weißes Tütchen.
Ich öffnete es zaghaft und warf einen Blick hinein.

Es war fast leer, bis auf einen kleinen zärtlichen Kuss,
den ich von einem kleinen Mädchen auf einer Parkbank erhalten hatte.

Bei dem Gedanken daran musste ich schmunzeln und mir wurde warm ums Herz.

Glücklich machte ich mich auf den Heimweg, nicht vergessend,
am nächsten Papierkorb mich meines schwarzen Tütchens zu entledigen.

Ich wünsche Dir ein stets volles, weißes Tütchen…!
(Autor unbekannt)

Herzsteine