Sabine Sophia Rogg

Hypnose & Therapie

Migräne

Bei der Migräne handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, die typischerweise gekennzeichnet ist durch einen periodisch auftretenden, anfallartigen, pulsierenden und halbseitigen Kopfschmerz, der von zusätzlichen Symptomen wie Übelkeit,  Erbrechen, Lichtempfindlichkeit oder Geräuschempfindlichkeit begleitet sein kann. Etwa 10% der Bevölkerung leiden unter Migräne, Frauen etwa dreimal so häufig wie Männer.

Aura

Dem Migräneanfall kann eine Aura vorausgehen, ein noch schmerzfreies Intervall, in dem optische oder sensible Wahrnehmungsstörungen auftreten. Es sind aber auch motorische Störungen möglich. Die Aura dauert durchschnittlich etwa 60 Minuten.

Kopfschmerzphase

Nach der Aura kann es zur Kopfschmerzphase kommen, die durch die o.g. typischen Symptome gekennzeichnet ist und den Betroffenen für Stunden zur Ruhe zwingen kann, da Stress, Bewegung, Licht oder laute Geräusche die Beschwerden verschlimmern.

Rückbildungsphase

In der Rückbildungsphase nehmen der Migränekopfschmerz und die Begleitsymptome bis zur vollständigen Erholung langsam ab. Der Patient fühlt sich müde und angespannt. Diese Phase kann bis zu 24 Stunden dauern.

Auslösende Reize können sein:

  • Schlafrhythmus (zu wenig/ zu viel Schlaf)
  • hormonelle Faktoren (zyklusabhängige Migräne bei Frauen)
  • physischer und psychischer Stress
  • Lebensmittel/Genussmittel sind als Auslöser bekannt (Hartkäse, Rotwein, Kaffee, Nikotin etc.)
  • Umweltfaktoren (Wetterumschwung, Fön etc.)

 


Studien

Studien haben nachweisen können, dass Hypnosebehandlung ein mögliches Instrument zur Linderung oder sogar zum Auflösen der Migräne sein kann.

So zeigte z.B. eine Studie an 47 betroffenen Patienten (Anderson, Basker, Dalton (1975). Migraine and Hypnotherapy. International Journal of Clinical and Experimental Hypnosis), dass die Anzahl und Intensität der Migräne-Attacken im ersten Jahr bereits nach sechs Hypnose-Sitzungen zurück gegangen war. Die rein medikamentös behandelten Patienten der Kontrollgruppe zeigten keine signifikanten Besserungen.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch die Universität Tübingen in ihren Untersuchungen.